Freitag, 13. April 2018

Einen Wunsch erfüllt...




Eine liebe Bloggerfreundin äußerte kürzlich den Wunsch nach solch einem trendigen Beutel.






Das war meine Gelegenheit, mich bei ihr für das Überraschungspaket zu bedanken, welches ich gefüllt mit hübschen Dekoartikeln vor Ostern erhielt.

CHRISTIANE ist nämlich eine sehr talentierte Töpferin und stellt in ihrer Werkstatt ganz bezaubernde Dekogegenstände her, welche sie ca. dreimal im Jahr auf Hobbykunstmärkten verkauft.

Also machte ich mich auf die Suche nach dem Stoff, leider zunächst erfolglos.
`Ausverkauft´ hieß es und auf der Messe in Stuttgart war er auch nicht erhältlich.

Grübel, grübel... glücklicherweise fand ich dann doch noch einen Stoffdealer, welcher mir das letzte Stück von diesem begehrten Stöffchen verkaufte.
Dazu ein braunes Lederimitat und weiße, kräftige Kordel und ab damit in die Werkstatt.
Gefüttert habe ich ihn mit einem weißen Baumwollstoff. Eine Innentasche erleichtert die Suche nach Schlüssel, Geldbörse, Handy und dergleichen.





Zusammen mit einer Prise Liebe schickte ich ihn auf Reise.






Zu wissen, dass sich jemand auf etwas ganz arg freut, ist ein unglaublich schönes Gefühl, was einen wiederum selber glücklich macht.


In diesem Sinne...

Macht´s euch und anderen fein!



Liebe Grüße von Heike












Donnerstag, 29. März 2018

Eine nette Bekanntschaft gemacht



Vor einiger Zeit lernte ich Frau Yoko kennen. 






Frau Yoko ist ein echtes Wohlfühlteil. Diese schlichte, kurz geschnittene Tunika mit lockeren, halblangen Ärmeln hat das Zeug zum Evergreen. Die tiefe Kellerfalte unterhalb der Rückenpasse ist zeitlos schön und gibt einen Hauch lässiger Weite. Der Ausschnitt lässt sich mit oder ohne Beleg verarbeiten, so entscheidest du je nach Material über den Look deiner FRAU YOKO.

So wird diese Tunika von Makerist beschrieben.






Ich muss sagen, dem ist nichts mehr hinzuzufügen, außer dass ihr noch ein paar Möglichkeiten habt, diesen Schnitt auch leicht abzuwandeln.

So verlängerte ich den Saum von der Seitennaht nach hinten verlaufend um vier Zentimeter und versah die Ärmel mit Volants.






Zum Einsatz kam ein herrlich leichter Stoff, welcher sich noch in meinem Fundus befand. Leider habe ich mir die Zusammensetzung nicht notiert, aber Hauptsache, er fühlt sich gut an.

Alle Teile fügten sich prima aneinander. Das war bestimmt nicht die letzte Tunika dieser Art.

Inzwischen kann ich es gar nicht mehr erwarten, in diese leichten Teile schlüpfen zu dürfen.
Geht euch das auch so?


Bevor ich mich nun den letzten kleinen Vorbereitungen für das Osterfest widme, möchte ich 
 euch allen von Herzen erholsame Feiertage wünschen.
Genießt die schönen Momente im Kreise eurer Lieblingsmenschen, ein leckeres Essen, auch ein paar Schokoladeneier ;-) und nehmt euch Zeit für die Muse.

In diesem Sinne:

Macht´s euch fein!






Herzliche Grüße von Heike





verlinkt mit RUMS und Freutag






Dienstag, 20. März 2018

Die Hasen sind los




Vermutlich noch von dem Besuch im LEVI STRAUSS MUSEUM inspiriert, kam ich spontan auf die Idee ein paar Hasen aus Jeansresten anzufertigen.






Gedacht, getan...

Schablone ausschneiden,
auf die links auf links liegenden Stoffteile stecken,
mit kleinem Stich drum herum nähen,
die Naht zurück schneiden,









Ohren und Kopf mit Füllwatte ausstopfen,
mit Schleifchen versehen,
über einen Eierbecher stülpen,
fertig.

Ein kleines Herzchen an der Schleife würde mir noch gut gefallen, aber die sind mir leider ausgegangen.

Entstanden ist ein kleines Empfangskomitee für den Frühling.
Mal sehen, ob es hilft. ;-)






Eine weitere hübsche Hasenvariante findet ihr  HIER.



Kreative Grüße von Heike










Samstag, 10. März 2018

Von der Arbeitskluft zum Kultstück




Stoff: DENIM
Farbe: BLAU
Besondere Kennzeichen: FÜNF TASCHEN und KUPFERNIETEN
Alter: 165 JAHRE
Name: BLUEJEANS

Das ist der Steckbrief von einem bis heute beliebten Hosenmodell, der Levis-Jeans.







Erfunden hat diese der Oberfranke, Löb Strauss, besser bekannt als Levi Strauss, geboren 1829 in Buttenheim, einem Markt im Süden des Landkreises Bamberg.






Sein Vater betrieb wie viele fränkische Landjuden einen Hausierhandel mit Tuch und Kurzwaren, welcher jedoch nur das Nötigste für die neunköpfige Familie abwarf.






Im Jahre 1846 verstarb sein Vater, Hirsch Strauss, nach längerer Krankheit an Tuberkulose.
Dadurch geriet die Familie in finanzielle Schwierigkeiten. Mutter Rebecca entschied sich daraufhin mit den drei jüngsten Kindern nach Amerika auszuwandern.
Die beiden älteren Söhne hatten sich bereits einige Jahre früher dort nieder gelassen und einen Textilgroßhandel gegründet.
Zunächst ließen sie sich in New York nieder.






Doch bald erreichte sie die Nachricht von ersten Goldfunden an der Ostküste, worauf sich Levi entschloss, sein Glück in Kalifornien zu versuchen.






Dort angekommen, gründete auch er einen Großhandel für Stoffe und Kurzwaren.
Im Angebot hatte er jedoch auch alles, was all die Goldgräber und Minenarbeiter sonst noch so benötigten: Zahnbürsten, Hosenträger, Ausgehkleider und natürlich Knöpfe.
Da Levi auch als Hausierer unterwegs war, hatte er Zeltplanen, Stoffballen und Nähutensilien dabei.
Bald stellte er fest, dass die Goldgräber besonders strapazierfähige Hosen benötigten.

Er fertigte Hosen aus Segeltuch, welche jedoch bald wieder aus dem Sortiment genommen wurden, weil die Hosentaschen nichts aushielten. 
Der aus Riga stammende Schneider, Jacob Davis, kam auf die Idee, die Hosentaschen mit Nieten eines Pferdegeschirrs zu verstärken.






Weil Davis aber für das Patent das Geld fehlte, wandte er sich an Levi, welcher ihm die Stoffe lieferte. 
Dieser zeigte sich sofort interessiert und so meldeten sie gemeinsam das Patent an.

Genial, denn damit stießen sie quasi selbst auf eine Art Goldader.









Denim ist die amerikanische verkürzte Form der französischen Bezeichnung Serge de Nimes (Gewebe aus Nimes). In der südfranzösischen Stadt wurde vor vielen Jahrzehnten ein sehr robuster Stoff aus Baumwolle und Hanf in Köperbindung gewebt, welcher bis heute in der Herstellung der Jeans verwendet wird.






Die Bezeichnung 501 entstand übrigens ganz unspektakulär aus der Seriennummer des ersten in Produktion gehenden Hosenmodells des Jeanserfinders Levi Strauss.






Die Nachfrage nach den vernieteten Hosen war riesig und die Firma wuchs und wuchs.






Im Jahre 1902 verstarb Levi unerwartet in seinem Haus in San Franzisko. 
Die Firma `Levis Strauss & Company´ hinterließ er seinen vier Neffen, da er selbst keine Kinder hatte.



Was für eine Erfolgsgeschichte...

Zunächst als Arbeitshose konzipiert, entwickelte sich die Jeans zur meistgetragenen Hose weltweit.


So robust wie zu Goldgräberzeiten sind die Jeans heute nicht mehr, aber an Beliebtheit haben diese kein bisschen verloren. 
Im Gegenteil, die Jeans, als Modestück betrachtet, gilt als unsterblich.


Das Geburtshaus von Levi in der Marktstrasse in Buttenheim  wurde bereits 1687 errichtet.
Seit dem Jahr 2000 beherbergt das kleine Fachwerkhaus mit den blauen Fensterläden das
LEVI STRAUSS MUSEUM.






Solltet ihr einmal die Möglichkeit haben, an dieser kleinen Gemeinde vorbei zukommen, dann lasst euch den Besuch nicht entgehen! 

Die Goldgräberstimmung überträgt sich. ;-)

Wie es die Jeans später nach Deutschland geschafft hat, erfahrt ihr HIER.


Macht´s euch fein!

Liebe Grüße von Heike




verlinkt mit Samstagsplausch und Montagsfreuden





Sonntag, 25. Februar 2018

Ein Sonntagsspaziergang




Ursprünglich wollte ich nur zum Bäcker fahren, doch dieser Himmel...

Er strahlte im schönsten Blau und die Sonne kitzelte auf der Haut.

Da es ohnehin noch sehr früh war, machte ich einen kleinen Umweg und unternahm einen Spaziergang durch das benachbarte hübsche Bietigheim-Bissingen.






Durch den Bürgergarten Richtung Viadukt...






Die Springbrunnen halten noch ihren Winterschlaf.










Anschließend durch das schöne Stadttour in die Altstadt...






vorbei am alten Rathaus...






zum Hornmoldhaus, in dem das Stadtmuseum untergebracht ist.






Die aktuelle Ausstellung wirft die Frage auf:






Natürlich!






Über´s Hexenwegle zum alten Backhaus...









vorbei an kleinen Oasen...






über den Metter...









zurück zum Ausgangspunkt.

Das war ein wohltuender Rundgang.

Ach, man sollte öfters mal vom Weg abkommen.


In diesem Sinne:

Macht´s euch fein!


Liebe Grüße von Heike




verlinkt mit Samstagsplausch





Donnerstag, 15. Februar 2018

Mantel im Militarystyle




Das Werk ist vollbracht. 






Mein Mantel ist endlich fertig.






Die erste Inspiration dazu fand ich bei Burda im Heft 12/2012, ein Schnitt im Militärystyle, welcher mir auf Anhieb gefiel.





Für dieses Modell waren Eingriffstaschen in der Seitennaht vorgesehen. Ich versah den Mantel stattdessen mit Leistentaschen.






Auf die Leisten der Taschen und den Kragen nähte ich zudem ein zu den Knöpfen farblich perfekt passendes Band, ein schöner Hingucker, welcher dem Mantel ein gewisses Etwas verleiht.






Zum Einsatz kam ein edler Wollstoff mit einem Kaschmiranteil. 
Gefüttert habe ich den Mantel mit weinrotem Duchesse aus 100 % Viskose. 
Ein schönes, warmes Taschenfutter sorgt zudem für Behaglichkeit.






Die vielen Arbeitsstunden haben sich gelohnt.
Ich bin sehr zufrieden und fühle mich in dem Mantel pudelwohl.






So, nun reicht´s aber mit Fotos. 
Selfies sind nämlich so gar nicht mein Ding. ;-)

Bis zum nächsten Mal!







Liebe Grüße von

Heike












Freitag, 9. Februar 2018

Jil Sander in Frankfurt







JIL SANDER, die bekannteste Modedesignerin Deutschlands und eine der einflussreichsten ihrer Generation, hat sich mit eleganter, zeitloser, betont schlichter Kleidung mit minimalistischem Ansatz einen Namen gemacht.

Ihre extrem reduzierten Schnitte konnten sich in den Siebzigern nicht sofort durchsetzen.
Erst Anfang der Achtziger zeigten sich vorwiegend die Buisnessfrauen von Jil´s Zwiebellook, verschieden kombinierbarer Teile, begeistert.

In den Neunzigern war dann endlich auch die Mode an dem Punkt angekommen. 
Der Minimalismus feierte seine Erfolge.
Wolfgang Joop machte sich damals noch in Anlehnung an das feine Hamburger Stadtteil über den ``Pöseldorfer Etepetismus´´ lustig,  doch dieses Geschwätz hielt Jil Sander´s Erfolg nicht auf, im Gegenteil. 
Sie wurde nicht nur in Europa, sondern auch in Asien gefeiert.

Endlich konnten sich auch die Frauen gut kleiden, welche keinen Wert auf irgendwelchen Firlefanz legten, sondern einfach nur Wert auf Qualität legten und einen gewissen Stil zelebrieren wollten.


Vier Jahre nach dem Ausstieg aus der Mode öffnet sich Jil Sander dem Publikum auf eine andere Art.
Eine Frau mit solch einem Feingefühl für Ästhetik stellt natürlich nicht nur ein paar schicke Modelle aus.


Das MUSEUM FÜR ANGEWANDTE KUNST in FRANKFURT präsentiert auf rund 3000 Quadratmeter eine bemerkenswerte Ausstellung, welche sich in die Bereiche Laufsteg, Backstage, Atelier, Modekollektionen, Accessoires, Kosmetik, Modefotografie und Kampagnen, Mode und Kunst, Architektur und Gartenkunst gliedert.










































Edelste Materialien, welche regelrecht schrieen: Fass mich an!
Das war aber leider verboten.






Ein Ausschnitt eines Showrooms






Das Museum mit seiner faszinierend kühlen Architektur bietet für diese Ausstellung den perfekten Rahmen.
























Noch bis zum 6. Mai wird diese Präsentation  geboten, welche kaum facettenreicher sein könnte. 

Gönnt euch dieses inspirierende Erlebnis!






``Mich interessiert das Neue, das erst kommt.´´

Jil Sander


In diesem Sinne: Bleibt neugierig!



Liebe Grüße von Heike





verlinkt mit Freutag und Samstagsplausch